Im Laufe der letzten Jahre habe ich beinahe die gesamte deutschsprachige Literatur zum Thema Arduino gelesen sowie einen Großteil der englischsprachigen Bücher.

Hier in den Arduino Buchempfehlungen findet ihr einen kleinen (und hoffentlich stetig wachsenden) Überblick über jene Bücher, die ich mir selbst gekauft habe und die ich auch weiterempfehlen kann:

Die elektronische Welt mit Arduino entdecken (Erik Bartmann)

„Die elektronische Welt mit Arduino entdecken“ von Erik Bartmann war eines der ersten Bücher, welches ich mir für den Arduino gekauft habe. Mittlerweile ist es in der zweiten Auflage erschienen und damit sind hoffentlich ein paar der kleinen Fehler ausgemerzt, die in der 1. Ausgabe noch enthalten waren.Nach einer umfangreichen Einführung in das Thema Arduino und einer auch für Einsteiger verständlichen Erklärung einiger elektronischer Grundlagen gibt es eine Einführung in die Programmierung des Arduino. Alle weiteren Information werden dann innerhalb der vielen Projekte geliefert, die das Buch bietet. Die Projekte erreichen recht bald ein (zumindest für Einsteiger) hohes Niveau, es werden auch komplexere Themen wie Schieberegister, Kommunikation über I2C und die drahtlose Kommunikation mit anderen Geräten (Roboter) via Bluetooth besprochen. Einige Projekte beschäftigen sich auch mit der Kombination aus Arduino und der PC-seitigen Programmiersprache Processing und vermitteln damit auch gleich Processing-Kenntsnisse.Optisch ist das Buch sehr gut aufgemacht und strukturiert. Lediglich „Ardus“, ein zwischendurch auftretender (gezeichneter) Bastler mit einem Hang zu dummen Fragen, nervt mich etwas. Aber das ist nur meine Meinung und man muss diese Teile ja nicht lesen.

Meine Empfehlung: Auf jeden Fall einen Blick ins Buch riskieren. Für mich das aktuell beste Arduino-Buch für Einsteiger und auch Bastler mit vorhandener Arduino-Erfahrung.

 

Arduino für Dummies (John Nussey)

Aus der bekannten „… für Dummies“-Reihe gibt es seit einiger Zeit die deutsche Übersetzung dieses Buches von John Nussey. Nach einem Überblick über die verschiedenen Arduino-Typen und die Installation der IDE gehts es direkt in erste praktische Übungen. Nebenbei werden auch nützliche Werkzeuge und die Grundlagen der Elektrizität erklärt. Die ersten Projekte beschäftigen sich mit der Ansteuerung der Input/Output-Pins, LEDs und Tastern. Dann werden Gleichstrommotoren angesteuert, mit Piezo-Buzzern Geräusche erzeugt und der Einsatz verschiedener Sensoren erklärt. In den späteren Kapiteln werden dann verschiedene Shields vorgestellt und der Einsatz von Schieberegistern für zusätzlich Ausgänge erläutert. Zur Kommunikation mit seiner Umwelt gibt es sowohl einen Blick auf I²C als auch auf die seriellen Kommunikation mit einem auf dem PC laufenden Processing-Programm.

Wie bei diesen Büchern üblich sind die Bilder und Grafiken nur in schwarzweiß gedruckt. Einige Ungenauigkeiten und Übersetzungsfehler trüben die Freude, insgesamt aber ein empfehlenswertes Buch für jeden Arduino-Einsteiger.

 

Arduino Kochbuch (Michael Margolis)

Das Arduino Kochbuch von Michael Margolis ist ein Buch als der bekannten Cookbook-Reihe von O’Reilly, die es zu verschiedenen Programmiersprachen gibt. Die deutsche Übersetzung enthält leider einige kleine Fehler, teilweise auch in den Skripts. Für die Arbeit mit dem Buch sollte man aber ohnehin bereits über Einsteigerwissen zum Thema verfügen.Neben einer (sehr knappen) Einführung in Anschluß und Einrichtung eines Arduino-Boards gibt es eine kurze Übersicht über die Struktur und den Befehlsumfang eines Arduino Programms. Der Rest des Buches besteht aus vielen konkreten Fragestellungen mit ebenso konkreten Lösungsansätzen samt benötigtem Programmcode. Das Arduino Kochbuch ist sehr praktisch bei der Beantwortung von Fragen, die während eines Projektes immer wieder mal auftreten. Wie übertrage ich Binärdateien vom Arduino zu Processing? Wie kann ich die Position per GPS bestimmen? Wie schließt man ein LCD-Display an? Bisher habe ich auf fast alle meiner auftretenden Fragen eine passende Antwort samt Fotos (schwarzweiß), Schaltplan und Arduino Sketch gefunden.In den späteren Kapitel werden auch komplexere Themen wie die Kommunikation mit Bauelementen via I2C und SPI sowie drahtlose Kommunikation zwischen Geräten mit ZigBee/XBee behandelt. Auch die Einbindung und Ansteuerung eines Arduino in ein bestehendes Netzwerk mit den passenden Shields wird besprochen. Wer will, kann aus seinem Arduino damit einen einfachen Webserver zur Ausgabe von Sensordaten machen.Meine Empfehlung: Ein bisschen was sollte man schon wissen, bevor man einen Blick ins Kochbuch wirft. Dann ist das Buch aber ein äußerst praktischer Helfer, vor allem auch wenn man der Fülle der im Internet gefundenen Infos auf einfache Fragestellungen oft etwas hilflos gegenüber steht.

 

Roboter bauen mit Arduino: Die Anleitung für Einsteiger (Markus Knapp)

Markus Knapp, den Autor dieses Buches, kennt vielleicht der eine oder andere von seinem Vortrag auf der heurigen Maker Faire Hannover oder seinem Podcast auf robotiklabor.de. Seine Erfahrungen mit dem Roboterprojekt hat er jetzt dazu genutzt, ein Buch zum Thema „Roboter bauen mit Arduino“ zu schreiben. Das Buch trägt den Untertitel „Die Anleitung für Einsteiger“ und wird diesem Anspruch auf jeden Fall gerecht.

Die Bauanleitungen für den im Buch vorgestellten Roboter beziehen sich auf einen Bausatz, den man bei watterott bestellen kann. Alternativ kann man sich die benötigten Teile natürlich auch selbst zusammensuchen oder sich aus bereits vorhandenen Bauelementen bedienen. Das Buch ist durchgehend färbig bebildert, viele Arbeitsschritte werden auch in Bildform dargestellt, das wird gerade Einsteigern helfen. Insgesamt richtet sich das Buch durchaus auch an absolute Neulinge beim Thema Arduino. Die ersten 130 Seiten befassen sich mit einer Einführung in Roboter allgemein, in die Arduino Plattform sowie in das Thema Werkzeuge und Löten. Erst zur Hälfte des Buches gehts zum ersten Mal an die Programmierung einiger Zeilen (blink!), ab dann werden Kapitel für Kapitel weitere Funktionen des Arduino wie PWM sowie die benötigten Bauteile eingeführt und ins Projekt integriert.

Über Kapitel zu den Themen Schalter und LEDs, Arduino Shields, Piezos, Servos und Motoren und Distanzsensor geht es zur Montageanleitung für das Roboter-Chassis und verschiedene Erweiterungsmöglichkeiten durch zusätzlichen Programmcode.

Optik und Struktur des Buches sind in der von Galileo Computing gewohnt hohen Qualität. Der Buchtitel trifft den Inhalt sehr gut, absoluten Einsteigern würde ich zusätzlich aber noch ein Buch wie „Die elektronische Welt mit Arduino entdecken“ empfehlen.

 

Arduino für Einsteiger (Massimo Banzi)

Massimo Banzi, dem Mitbegründer der Arduino-Plattform, kann man wohl kaum vorwerfen sein eigenes Produkt nicht zu kennen. Umso mehr ist es extrem schade, dass die deutsche Übersetzung seines kleines Büchleins zum Arduino so lieblos und fehlerhaft ausgefallen ist.

„Arduino für Einstieger“ war das erste Buch zum Thema, das ich mir gekauft habe. Als Lektüre für Einsteiger eignet es sich aber nur bedingt. Wenn man sich mit der Plattform bereits auskennt, so ist das Buch ein interessanter Einblick in die Ideen und die Philosophie hinter Banzis Arduino-Projekt und sein Verständnis von Tinkering und Physical Computing. Als Lehrbuch kann ich es leider nicht empfehlen. Dazu ist es im Vergleich zu den umfangreicheren Büchern inhaltlich zu knapp gehalten. Neben einigen handgezeichneten Schaltkreisen enthält das Buch zwar einige kleine Projekte und etwas Sourcecode, die angesprochenen Themen (LED, Drucktaster, PWM, Lichtsensor, Vernetzung) werden aber sehr kurz abgehandelt.

Meine Empfehlung: Kann man kaufen, weil von Massimo Banzi. Ansonsten eher nur für eingefleischte Arduino Fans mit ausgeprägter Sympathie für die Person hinter dem Projekt.

 

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