Nach längerer Vorankündigung geht der 3D Desktop Scanner Makerbot Digitizer von Makerbot, Hersteller der Replicator 3D Drucker, in die Vorbestellungsphase. Mit der Auslieferung soll Anfang Oktober begonnen werden.

Makerbot DigitizerFür den vergleichsweise geringen Bedarf an Hardware (Drehteller, Schrittmotor, 2 Laser, Kamera) ist der Preis von 1.400 US$ zu Beginn meiner Meinung nach sehr hoch angesetzt. Aber Makerbot hat einen guten Ruf und kann es sich leisten, die Nachfrage ist sicher da.

Die Funktionsweise entspricht den bekannten Ansätzen (wie dem technisch sehr ähnlichen Selbstbauprojekt Fabscan, den ich hier im Einsatz habe). Das Objekt wird auf einem Drehteller langsam um 360° gedreht während ein Strichlaser eine vertikale Linie auf das Objekt zeichnet. Eine Kamera zeichnet das Bild auf und erkennt anhand der Abweichung der Laserlinie von Senkrechten mit etwas Trigonometrie den Punkt im 3D Raum.

Das Problem mit für die Kamera unsichtbaren Bereichen im Bild versucht der Digitizer scheinbar mit 2 Lasern zu umgehen, die das Objekt von beide Seiten anleuchten. Allerdings konnte ich das in keinem der Demo-Videos tatsächlich sehen. Die Höhe der beiden Laser scheint fix zu sein, sodass sich auch mit diesem Scanner beim Scans vieler Objekte blinde Stellen und damit Löcher in der erzeugten Punktewolke ergeben werden.

Und hier kommt der (vielleicht) grosse Joker des Systems: die Software. Anhand der Screenshots schaut die mitgelieferte Software sehr leistungsfähig aus und dürfte mit ausfeilten Algorithmen dafür sorgen, dass Lücken in den 3D Scans intelligent gefüllt werden. Wenn das gut funktioniert und einfach zu handhaben ist, dann würde die Software alleine schon einen guten Teil der Anschaffungskosten rechtfertigen.

Mehr dazu, sobald die Geräte wirklich lieferbar sind und erste Live-Tests mit verschiedenen Objekten online gehen.

 

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