Bei so wenig Auflagefläche muss mit printafix Haftspray nachgeholfen werden.

[Update 15.01.2018 am Ende des Artikels]:

3D-Drucken sollte eigentlich ja Spaß machen, manchmal kann es einen aber auch zur Verzweiflung treiben. Da funktioniert die Mechanik des 3D-Druckers einwandfrei, der Extruder befördert das Filament in Richtung Druckkopf und presst es durch die Düse auf das Druckbett – und das vielleicht schon seit Stunden.

Und dann das: Das Druckobjekt löst sich während des Drucks an einer Ecke vom Druckbett – das sogenannten Warping – oder überhaupt auf der gesamten Auflagefläche.

Alarm! Im besten Fall sitzt man grade daneben und schaut zu, wie sich viele Stunden Druckzeit in einen Fall für den Müll verwandeln. Im schlimmeren Fall druckt der 3D Printer unbeaufsichtigt noch eine Nacht lang vor sich hin und produziert einen großen Knäuel Filament.  Spätestes dann beschäftigt sich jeder damit, wie die Haftung der ersten Schicht am Druckbett weiter verbessert werden kann.

printafix Haftspray für ABS und PLA Filamente

In den letzten 5 Jahren seit dem Bau meines erstem 3D-Druckers hat sich da einiges getan. Anfangs noch mit Kapton-Band, das mir aber bald zu mühselig war und bald durch eine selbst angerührte Aceton-ABS-Pampe ersetzt wurde, die ich vor dem Druck auf die  Glasplatte pinselte. Später gab es dann immer mehr spezielle Haftfolien und Druckbetten, die für eine sichere Haftung sorgen sollten. Meistens reicht das auch.

Bei besonders heiklen Fällen mit sehr wenig Auflagefläche wie dem Astronauten rechts im Bild benötigt man aber zusätzliche Unterstützung, um die Verbindung zwischen Druckbett und erster Schicht des Druckobjekts noch weiter zu verstärken.

Seit einigen Wochen verwende ich jetzt den printafix Haftspray von der Firma Aprintapro bei beinahe allen meinen Drucken, egal ob ABS, PLA, beheiztes Druckbett oder nicht. Vor dem Druck einige Sprüher des Haftsprays auf das Druckbett (vorher kurz schütteln) und die Drucke halten bombenfest.

Direkt nach dem Druck auf einem beheizten Druckbett sogar zu fest, erst mit sinkender Temperatur kommt dann wieder der Punkt, wo sich Objekt mit einem sorgfältig gesetzten Schlag von der Druckfläche lösen lässt. Ich verwende dazu meistens einen scharfen Spachtel, den ich an einer Ecke des Objekts ansetze und dann mit einem kleinen Hammer (oder dem Griff eines schwereren Schraubenziehers) leicht anschlage.

[Update 15.01.2018]:
Nach einigen Wochen mit printafix bin ich restlos überzeugt von diesem Haftspray und kann ihn nur weiterempfehlen. Leider ist der Spray bei Amazon derzeit nur bei einem Händlerzu erhalten – und das ziemlich überteuert. Mittlerweile habe ich einen weiteren ähnlichen Spray namens 3DLac Sprühkleber gefunden, konnte den aber wegen der horrenden Versandkosten nach Österreich bisher nicht testen.

 

 

 

 

 

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